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ABDECKER
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- Johannes Bücklers ältester bekannter Vorfahre war Sebastian Bickler, Henker und Wasenmeister (Abdecker) von Kirchberg und Koppenstein, der an der nach dem Dreißigjährigen Krieg verfallenen Mühle Wallenbrück dem Wasnerhandwerk (eine der weiteren Bezeichnungen für Abdecker) nachging.
- In der Vorstadt (vier Häuser) waren die verpönten Berufe wie der Scharfrichter, Abdecker und Viehhirte angesiedelt.
- Er verließ seine Heimatstadt und ging 1857 im Alter von 14 Jahren nach Jerichow bei Tangermünde, um beim dortigen Abdecker sein Handwerk zu lernen.
- Früher wurde totes oder krankes Vieh, das zum Abdecker (Schinder) gebracht wurde, als Schindluder bezeichnet.
- 1614 ist der Ort als Sitz eines Scharfrichters verbürgt, der später auch Abdecker für die gesamte Herrschaft auf dem Westerwald war.
- Abdecker, im oberdeutschen Sprachraum Wasenmeister, war jahrhundertelang eine Berufsbezeichnung für Personen, die in einem bestimmten Bezirk für die Beseitigung von Tierkadavern und die Tierkörperverwertung zuständig waren.
- Für die Reinigung der Treibe von hineingeworfenen Tierkadavern durch den städtischen Abdecker wurde seit etwa 1440 ein „Drievengeld“ von den Anliegern erhoben, diese Reinigung erfolgte ab 1570 bis zum Beginn des 19.
- den Besitz der Bürgerrechts, hinweisen, denn viele der mit der Schlachterei zusammenhängende Berufe, wie zum Beispiel die Abdecker, galten im Mittelalter als unehrenhaft.
- Über das Abdecker-Wesen und die Folgen seiner Aufhebung : die Arkana, sympathischen Kuren und die geheime Sprache der Scharfrichter und Abdecker ; nebst auf Erfahrung gegründeten Beweisen, daß die an Milzbrand gefallenen Thiere höchst ansteckend seyn.
- 1910 gab es im Ort die Haushalte Ackerer Jodokus Halft, Fabrikarbeiter Josef Wegscheid, Ackerin Witwe Peter Wegscheid, Schuster Wilhelm Weiss und Abdecker Ludwig Wiederstein.
- 105 H, 1 Filialkirche, 1 Kapelle, 1 bewohnbares Schloss, 1 Rath-, 1 Schulhaus, 5 Bräuhäuser, 1 Brandweinbrenn-, 1 Bierwirtshaus, 1 Abdecker, 1 Ziegelhütte, 1 Getreidemagazin, 4 Mühlen mit 5 Mahlgängen am Teisbach.
- Zuvor diente das Areal jahrhundertelang als Richtplatz und Schindanger, den die Abdecker zur Entsorgung von Aas und Unrat nutzten.
- Sie versucht überdies, das ebenso altgediente wie gutmütige Droschkenpferd Dublin an einen Abdecker zu verscherbeln.
- In der Steuerbeschreibung des Pflegamts Nabburg aus dem Jahre 1764 wird Schweizerbach wie folgt beschrieben: Nicht im Hoffuß, eine Wasenmeisterei (= Wasenmeister, Schinder oder Abdecker, der in einem Amtsbezirk Tierkadaver verwertet; Wasenplätze mussten außerhalb der Ortschaften angelegt sein) mit einem kleinen dabei befindlichen Acker: „Obschon Joseph Raiser wasenmeister die wasenmeistereye beym sogenannten Schweizerbachl uebm nachstehenden äckerl auf einem solchem hofmarchs grundt erpauet, welcher alschon unter der Rittersteuer begriffen; So ist solche iedannoch mit der aydlichen Schätzung belegt worden ad 100 fl.
- Solche Hinrichtungen wurden auf dem Schindanger außerhalb der Stadt vollzogen, wo der Abdecker verendetes Vieh zu verscharren hatte.
- Ebenso Bachfeger galten wie die Abdecker als anrüchig, da sie nebst dem Unrat gelegentlich auch die Kadaver von Hunden, Katzen oder anderem Kleinvieh fortschaffen mussten.
- benannt als Buschdeel nach einer Flurbezeichnung, Reepschlägerstraße nach dem Handwerksberuf Reepschläger in der Seilherstellung, Masurenstraße nach einer Region Ostpreußens im Norden Polens, Lichtblickstraße nach einer Nachkriegssiedlung, Im Heimgarten nach der Art der Siedlungshäuser, Bahnstraße neben der Bahn, Striekenkamp nach einer Flur mit langen (= niederdeutsch strieken) Feldern (= Kamp), Cranzer Straße nach dem Badeort an der Kurischen Nehrung (heute das russische Selenogradsk), Gewannstraße nach einer viereckigen Flurform, die vor allem infolge der zelgengebundenen (Zelle, Flur oder Feld in Gemeinwirtschaft) mit Sommer- und Wintergetreide und als Brache in der Dreifelderwirtschaft bewirtschaftet wurde, Ermlandstraße nach dem früheren preußischen Gebiet (heute Polen), Bundesstraße B74n, Eispohl nach einem Pol= Pool= Tümpel aus dem für die Wietinger Brauerei Eis gewonnen wurde, Am Fillerkamp nach einer Flur (Filler= Abdecker), Neuenkirchener Weg nach dem Ort zu dem sie führt, An de Deelen (= teilen) nach der durch Wälle geteilten Feldern, Pürschweg 1951 nach der Pirsch in der Jagd, Hegeweg 1951 nach der Wildpflege, Jagdweg, Unbenannter Weg, Johannisburger Straße nach der Gemeinde im ostpreußischen Ermland (heute das polnische Pisz), Schwaneweder Straße nach der Gemeinde zu der sie führt und Treuburger Straße nach der ostpreußischen Stadt (heute das polnische Olecko); ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.
- Der letzte Scharfrichter war Johann Conrad Löwe († 1801), der das Amt im Nebenberuf ausübte und im Hauptberuf Abdecker im Amtsbezirks Vorsfelde war.
- Abdecker oder Wasenmeister war also jahrhundertelang die Berufsbezeichnung für Personen, die in einem bestimmten Bezirk die Beseitigung von Tierkadavern und die Tierkörperverwertung übernahmen.
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