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AMNIOTEN
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- Die Einbeziehung aller fossilen Gruppen, die als Amphibien bezeichnet werden, ist nach modernen taxonomischen Kriterien nicht mehr gerechtfertigt, da die entsprechende Gruppe auch die Vorfahren der Amnioten mit umfassen würde.
- Unter den Bezeichnungen Amphibien (Amphibia) oder Lurche werden alle Landwirbeltiere zusammengefasst, die sich, im Gegensatz zu den Amnioten („Nabeltieren“), nur in Gewässern fortpflanzen können.
- Vor allem im Perm, aber auch noch in der frühen Trias, also vor dem Aufschwung der Dinosaurier, waren diese die ökologisch dominierenden Amnioten.
- Als Herde bezeichnet man in der Zoologie überwiegend eine Ansammlung großer, in der Regel gleichartiger ebenerdig-laufend (kursorial) lebender, oft ausschließlich pflanzenfressender Amnioten, vor allem großer Säugetiere und großer Laufvögel.
- So gehen der eigentlichen Niere bei den Amnioten (Reptilien, Vögel, Säugetiere) zwei phylogenetisch ältere Nierengenerationen (Vorniere und Urniere) voraus.
- Die Archosauria sind eine Gruppe diapsider Amnioten, welche die Krokodile (Crocodylia) und Vögel (Aves) sowie verschiedene fossile Gruppen, darunter alle Nichtvogeldinosaurier und die Flugsaurier (Pterosauria), umfasst.
- Die rezenten Untergruppen der Amnioten sind die Schuppenechsen (Lepidosauria), die Schildkröten (Testudines), die Krokodile (Crocodylia), die Vögel (Aves) und die Säugetiere (Mammalia).
- Modernere, kladistisch unterlegte Konzepte definierten die Anapsida als basales Monophylum der Amnioten, welches die Schildkröten und ihre nächsten fossilen Verwandten umfasst, wobei hinsichtlich der Zusammensetzung dieser Klade verschiedene Bearbeiter zu verschiedenen Ergebnissen kamen.
- Diese Unschärfe mag in der unterschiedlichen Entwicklung der Eihäute bei den oviparen (Reptilien und Vögel) und viviparen („echte“ Säugetiere) Amnioten begründet liegen.
- Die Serosa wird bei Amnioten normalerweise Chorion genannt, bei Insekten hingegen ist das Chorion keine Eihaut, sondern eine (sekundäre) Hülle des unbefruchteten Eis, die noch im Eierstock des Muttertieres gebildet wird, und weder homolog noch analog der Serosa der Amnioten.
- Der ebenfalls „Chorion“ genannte Bestandteil von Insekten-, Kopffüßer- und Fischeiern ist weder homolog noch analog dem Chorion der Amnioten, weil er keine Fruchthülle, sondern lediglich eine Eihülle ist, die noch im Eierstock des Muttertiers von der Eizelle selbst oder von den Follikelepithelzellen abgeschieden wird.
- Er steht stets in mehr oder weniger enger anatomischer Beziehung mit dem Hirnschädel und dient bei den Amnioten als Ansatzstelle für die Kiefermuskulatur.
- Die Edaphosauriden waren neben den Diadectidae, nahen Verwandten der Amnioten aus dem Karbon und Unterperm von Laurussia, die ersten bekannten Herbivoren unter den Landwirbeltieren.
- Während die Urniere bei Fischen und Amphibien auch bei erwachsenen Tieren Ort der Bildung des Urins ist, bildet sich die Urniere bei Amnioten (Tiere mit einem Amnion, also Reptilien, Vögel und Säugetiere) beim Embryo wieder zurück und wird durch eine dritte Nierengeneration, die Nachniere (Metanephros, die eigentliche Niere), ersetzt.
- Im Unterschied zu den Amnioten sind die Anamnia ein klassisches Beispiel für ein paraphyletisches Taxon, das durch ursprüngliche Merkmale gekennzeichnet ist: Ihr letzter gemeinsamer Vorfahr ist der letzte gemeinsame Vorfahr aller Wirbeltiere.
- Einige Wissenschaftler definieren den die Anthracosauria stattdessen monophyletisch als Amnioten und alle anderen ausgestorbenen Landwirbeltiere, die diesen verwandtschaftlich näher stehen als den Lissamphibien, was in der Definition derer des heute verbreiteteren Begriffes der Reptiliomorpha entspricht.
- Ein großer Teil der Forschungen auf dem Gebiet der Säugetierevolution konzentriert sich auf die Entwicklung des Mittelohrs, welches sich aus dem Kiefergelenk vorhergehender Amnioten gebildet hat.
- Eine Fossillagerstätte für Skelette und Fährten reptiliomorpher Amphibien und urtümlicher Amnioten ist die Lokalität Bromacker im Thüringer Wald.
- Chroniosuchiden nehmen damit die spätere Ausbildung ähnlicher Panzerungen bei Amnioten wie den Crocodylomorphen, Aetosauriern, Ankylosauriern und Gürteltieren vorweg.
- Weitere Reste von Amnioten stammen von Sphenodontiern (frühen Verwandten der heutigen Brückenechsen), vom dinosaurierähnlichen Reptil Silesaurus (siehe unten) und von einem eigenartigen Reptil mit relativ langem Hals, einem vom bauchseitigen (ventralen) Teil des Schultergürtels gebildeten „Brustschild“ und langen, dünnen Extremitätenknochen, das unter dem Namen Ozimek volans beschrieben und als enger Verwandter von Sharovipteryx eingestuft wurde.
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