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AUSTRALOPITHECUS

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  • Australopithecus (Betonung auf dem pi) ist eine nur aus Afrika bekannte, ausgestorbene Gattung der Menschenaffen aus der Gruppe der Australopithecina, die vor rund 4 bis 2 Millionen Jahren lebte.
  • Australopithecus afarensis ist eine Art der ausgestorbenen Gattung Australopithecus aus der Familie der Menschenaffen.
  • Sie umfasst die Gattung Australopithecus sowie – wenn die sogenannten robusten Australopithecus-Arten in einer eigenen Gattung abgespalten werden – die Gattung Paranthropus.
  • Lucy, inoffizielle Kurzbezeichnung für das Skelett AL 288-1 eines weiblichen Australopithecus afarensis.
  • Die Bekanntgabe der ersten Funde und die Namensgebung im April 1964 gelten als ein „Wendepunkt der Paläoanthropologie“, da zuvor aus Afrika nur hominine Fossilien der Gattung Australopithecus bekannt waren und aufgrund der Funde von Homo erectus (bis dahin ausschließlich in Asien) vermutet worden war, dass die Gattung Homo sich in Asien entwickelt habe.
  • An den zum Awash und zu anderen Tieflagen, wie zum Beispiel an den zum namensgebenden Trockenfluss Ahdi d’ar, steil abfallenden Hängen, wurden zahlreiche Fossilien von Australopithecus afarensis entdeckt, nachdem der französische Geologe Maurice Taieb Ende 1970 das Gelände erstmals erkundet hatte.
  • Von welchen Vorläufer-Arten Australopithecus africanus abstammt und in welcher Nähe er zu den unmittelbaren Vorfahren des Menschen steht, ist ungeklärt.
  • Australopithecus anamensis gilt als die älteste Art der Australopithecinen und zugleich als die älteste unumstrittene Art der Hominini.
  • Fossilien, die Australopithecus bahrelghazali zugeordnet wurden, stammen aus einer maximal 3,5 Millionen Jahre alten Schicht der Fundstelle KT 12 im Norden des Tschad.
  • Holotypus von Australopithecus garhi ist ein fragmentarisch erhaltener Schädel mit relativ großen Backenzähnen (Inventarnummer BOU-VP-12/130), der am 20.
  • Als „gültig“ wurde diese Bezeichnung jedoch erst in einer zweiten Publikation ausgewiesen; in dieser erneut nur zwei Druckseiten langen Erstbeschreibung wurde – wie bereits zuvor gegenüber der Académie – eingeräumt, auf den ersten Blick ähnele der Unterkiefer insbesondere Australopithecus africanus, jedoch weiche der besonders kräftige aufsteigende Unterkieferast (Ramus mandibulae) deutlich von Australopithecus und speziell auch von Paranthropus boisei ab.
  • Die Körperform der Art ähnelt derjenigen von Australopithecus africanus, jedoch besaß Paranthropus robustus einen größeren, kräftigeren Schädel sowie massivere Zähne und wird daher gelegentlich auch „robuster Australopithecus“ genannt.
  • 1994 in der Fundstätte Kanapoi (Kenia) die bisher älteste Australopithecusart (Australopithecus anamensis) und 1999 einen 3,5 Millionen Jahre alten und fast vollständig erhaltenen Schädel aus dem Formenkreis der Australopithecinen.
  • Im Jahr 2009 wurden bei Dikika 3,3 Millionen Jahre alte Kratz- und Schnittspuren von Steinwerkzeugen auf fossilen Tierknochen entdeckt, die unter anderem belegen, dass bereits Australopithecus afarensis Fleisch von Rippen- und Beinknochen kratzte.
  • Bis in die frühen 1990er-Jahre hinein summierten sich die von ihm entdeckten homininen Funde auf mehr als 600 Fossilien, zumeist von Australopithecus africanus.
  • Dart ging davon aus, dass die Knochenfunde von Taung, vor allem kleinere Tiere wie Paviane, Springböcke, Nagetiere, Vögel und Schildkröten, die Nahrungsreste des Australopithecus darstellten, dieser also ein Fleischfresser war.
  • DIK1-1 ist die wissenschaftliche Bezeichnung für das fossile Skelett eines weiblichen Kleinkinds von Australopithecus afarensis, das aufgrund seines außergewöhnlich guten Erhaltungszustands weit reichende Einblicke in das Verhalten dieser frühen Vormenschenart gewährt.
  • Im Sommer 2010 berichtete ein internationales Forscherteam um Zeresenay Alemseged von der Kalifornischen Akademie der Wissenschaften in San Francisco und Shannon McPherron vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Nature über den Fund von 3,39 Millionen Jahre alten, mutmaßlichen Kratz- und Schnittspuren auf fossilen Tierknochen, die dahingehend interpretiert wurden, dass bereits Australopithecus afarensis Fleisch von Rippen- und Beinknochen kratzte.
  • Vor rund zwei Millionen Jahren lebten in dieser Region nachweislich mindestens drei hominine Gattungen: Australopithecus, Paranthropus sowie – als Vertreter der Gattung Homo – Homo erectus, der als wahrscheinlichster Kandidat für den direkten Vorgänger des Homo sapiens gilt.
  • Auf Yves Coppens geht somit die heute allgemein anerkannte Hypothese zurück, dass Australopithecus robustus infolge einer Anpassung speziell seiner Kauwerkzeuge an eine Kost von härteren Steppengräsern aus den grazilen, frühen Australopithecinen hervorging, während die Gattung Homo infolge des zunehmend aufrechten Gangs, des hierdurch bedingten Freiwerdens der Hände für andere Aufgaben als die Fortbewegung und einer schließlich nachfolgenden Vergrößerung ihres Schädelvolumens (und – damit verbunden – des Gehirns) sich mit Hilfe von Werkzeuggebrauch an die veränderten ökologischen Bedingungen Ostafrikas anpasste.


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